Bonner Werkstätten zeigen Solidarität in Corona-Zeiten

Angestellte der WfbM helfen in den Wohnheimen aus und nähen Alltagsmasken für die Wohnheime. Die normale Produktion geht weiter.

Inzwischen haben die Bonner Werkstätten aufgrund der Corona-Pandemie seit über zwei Wochen ihre Türen für die Beschäftigten geschlossen

Die Beschäftigten leben seither in den Wohnheimen, ihren eigenen Wohnungen oder zuhause bei ihren Angehörigen. Gerade in den Wohnheimen müssen neue Tagesstrukturen und Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden. Dies ist nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch für das Betreuungspersonal eine hohe Herausforderung und eine extrem belastende Situation.

Angestellte der WfbM helfen in den Wohnheimen aus

Um hier Solidarität zu zeigen und für Entlastung zu sorgen, unterstützen derzeit über 50 Angestellte der Bonner Werkstätten ihre Kolleginnen und Kollegen in den Wohnheimen der Lebenshilfe Bonn und in Wohnheimen anderer Kooperationspartner. „Dabei handelt es sich vor allem um Fachpersonal aus den Arbeitsbereichen für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf“, so Andreas Heß, Geschäftsführer der Lebenshilfe Bonn, zu der auch die Bonner Werkstätten gehören. „Sie kennen sich sehr gut mit den Herausforderungen aus, die jetzt in den Wohnheimen angegangen werden müssen und sind daher eine echte temporäre Bereicherung der Teams vor Ort. Die Wohnheime sind sehr froh für die Unterstützung und wir sind unseren Kolleginnen und Kollegen sehr dankbar für ihr Engagement. – Das ist nämlich nicht selbstverständlich.“, findet der Geschäftsführer.

Behelfs-Mund-Nasen-Masken aus der Näherei für die Wohnheime

Unterstützung in ihrer neuen Tätigkeit erhalten Sie dabei von den Kolleginnen und Kollegen aus der Näherei der Bonner Werkstätten, die derzeit sogenannte Behelfs-Mund-Nasen-Masken für die Wohnheime nähen. „Auch wenn diese nur einen bedingten Schutz bieten, helfen sie dabei, die Ansteckungsgefahr für die Bewohnenden zu reduzieren. Knapp 300 sind schon fertig gestellt und werden jetzt an die Wohnheime ausgeliefert,“ so Andreas Heß.

Produktion geht weiter

Aber auch über die Näherei in Beuel hinaus, stehen die Maschinen und Produktionsbänder in der Bonner Werkstatt für Menschen mit Behinderung nicht still: Damit die Beschäftigten mit Beeinträchtigung auch in Zukunft gute Teilhabeleistungen und viele interessante berufliche Tätigkeiten angeboten bekommen können, arbeiten derzeit Angestellte aus anderen Bereichen sowie der Verwaltung in der Produktion mit und sorgen so dafür, dass die Aufträge der Kunden fertiggestellt werden. Andreas Heß: „Außerdem wollen wir mit unseren Bildungs- und Beschäftigungsangeboten über unsere Homepage und auf Facebook dafür sorgen, dass auch denjenigen, die bei ihren Familien oder alleine wohnen, nicht langweilig wird.“

„Die Situation ist für alle belastend – für Angestellte, Beschäftigte und die Betreuenden in den Wohnheimen, aber wir sind uns sicher, dass wir die Situation gemeinsam bewältigt bekommen. Und wir freuen uns schon, wenn wir nach Ende des Betretungsverbotes unsere Beschäftigen wieder bei uns begrüßen dürfen. Dann gibt es bestimmt auf allen Seiten eine Menge zu erzählen.“, fasst Geschäftsführer Andreas Heß zusammen.

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