Endlich war es so weit: Nach knapp eineinhalb Jahren Bauzeit konnte der neue Gebäudekomplex der Bonner Werkstätten am Standort Hersel feierlich eingeweiht werden. Er bietet nun sechzig Werkstattmitarbeitenden des Arbeitsbereiches Garten- und Landschaftsbau und dem neu gegründeten Inklusionsbetrieb GRÜNSTER.team ein neues berufliches Zuhause.

Über die große Einweihungsfeier freuten sich nicht nur die anwesenden Mitarbeitenden der Bonner Werkstätten sehr, sondern auch die Gäste, die gekommen waren, um mit dabei zu sein. Unter ihnen waren die stellvertretende Landrätin Notburga Kunert sowie Bornheims Bürgermeister Christoph Becker. In ihren Grußworten hoben beide hervor, wie wichtig Werkstätten für Menschen mit Behinderung für die Inklusion sind und weiter sein werden. „Was für eine schöne Firma“, so die stellvertretende Landrätin in ihrer Rede. „Ich freue mich über jede Arbeitsstätte, die für Menschen mit Behinderung geschaffen wird.“ Den Inklusionsgedanken unterstrich auch Christoph Becker in seinem Grußwort: „Unsere Gesellschaft muss es schaffen, alle Menschen zusammenzubekommen und teilhaben zu lassen.“

Auf dem Programm stand neben den Grußworten und Reden der geladenen Gäste eine Aufführung der Kinder aus der Kita Schatzkiste, die mit ihrem „Katzentanz“ alle Anwesenden zum Mitklatschen einluden. Kurze Führungen durch die Gebäude, intensive Gespräche zum Thema Inklusion und ein leckeres Buffet vom Verpflegungsmanagement der Bonner Werkstätten rundeten die Einweihung ab, an die sich als besondere Überraschung eine kleine Feier speziell für die Werkstattmitarbeitenden aus dem Arbeitsbereich Garten- und Landschaftsbau anschloss.

Wildblumenwiesen für „bonnorange“ und LVR-Museum

Die Untere Naturschutzbehörde der Bundesstadt Bonn möchte den Erhalt der biologischen Artenvielfalt in den Fokus rücken. In enger Zusammenarbeit mit Ko-operationspartnern initiiert sie daher Projekte zur Erhaltung der Artenvielfalt. Zwei davon sind die neu angelegten Wildblumenwiesen an der Müllverwertung und am LVR-LandesMuseum Bonn. Zwischen Februar und April 2021 hat der Arbeitsbereich GaLa an der Bonner Müllverbrennungsanlage und am LVR-LandesMuseum Bonn zwei große Wildblumenwiesen angelegt. Auf knapp 1.000 qm werden in circa drei Jahren Bienen und andere Insekten ein vielgefächertes Angebot aus heimischen Wildblumen finden. Das ist der Zeitraum, den die Wiese zur vollständigen Entwicklung benötigt.

Zur Vorbereitung der Aussaat Ende April mussten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Boden vertikutieren und an manchen Stellen Erde entfernen und ersetzen. Danach wurde der Boden planiert und das Saatgut eingebracht. Hierzu waren die warmen Temperaturen wichtig, damit die Samen direkt aufgehen konnten und nicht im Boden verfaulen. Insgesamt waren zwei Gruppen mit dem Vorbereiten der Baustellen und eine Gruppe mit der Aussaat beschäftigt.