Bornheim, 31.10.2019 –Im Arbeitsbereich für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf präsentierten ihr Gruppenleitung und Mitarbeitende am Beispiel der Unterstützten Kommunikation, welche Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben die Digitalisierung Menschen mit Beeinträchtigung eröffnet. „Mit dem bebilderten Speiseplan auf dem Tablet haben unsere Beschäftigten die Möglichkeit, sich durch einen Klick ihr Mittagessen selbst auszusuchen und zu bestellen. Das mag sich zuerst profan anhören, aber es ermöglicht Menschen, die sich verbal nicht äußern können und in ihren Bewegungen eingeschränkt sind, ein hohes Maß der Selbstbestimmung“, erläuterte Geschäftsführer Andreas Heß.

Danach besuchte die Ministerin gemeinsam mit Andreas Heß, Werksleiter Jochen Flink und Werkstattrat Mario Assmann die Beschäftigten im Bereich der Lebensmittelverpackung. „Die Abteilung ist nach HACCP-System und Biokontrollverfahren EWG2029/91 zertifiziert und verpackt pulverförmige und krümelige Produkte in Klein- und Großserien beispielsweise in Dosen, Beutel und Faltschachteln. Damit sind die Bonner Werkstätten einer der wenigen Dienstleister, die für die Verpackung von Biolebensmitteln zertifiziert sind“, erklärte Werksleiter Jochen Flink den Anwesenden. Und Andreas Heß ergänzte: „Über dieses Angebot haben wir auch Frau Heinen-Esser auf der Biofach 2019 kennengelernt. Wir haben uns jetzt sehr gefreut, dass sie unserer Einladung in die Bonner Werkstätten gefolgt ist. Es ist eine schöne Gelegenheit, ihr einmal eine Werkstatt von innen vorzustellen.“

Nach dem Rundgang informierte Mario Assmann über seine Arbeit als Vertreter der Werkstattbeschäftigten, und es gab die Gelegenheit, ein paar kurze Fragen an Ursula Heinen-Esser, Andreas Heß sowie Mario Assmann zu stellen.