Bornheim fördert Fitnessprojekt

Wie können Menschen mit Beeinträchtigung im Sport besser die Hemmschwellen in unserer Gesellschaft überwinden? Ein neues Projekt dazu haben jetzt die Bonner Werkstätten der Lebenshilfe Bonn gestartet, gefördert durch die Stadt Bornheim. Dabei geht es darum, Menschen mit Beeinträchtigung einen besseren Zugang zu Fitnessstudios zu ermöglichen. Die Stadt Bornheim unterstützt das Projekt aus ihrem Förderprogramm „Förderung der Inklusion in Freizeit, Sport und Kultur“, das unter Beteiligung des Ausschusses für Soziales, Inklusion und Demographie, Fördermittel zur Verfügung stellt und damit ein starkes Zeichen für Inklusion und Teilhabe setzt. „Als Stadt unterstützen wir das Ziel, den Fitness- und Breitensport inklusiver zu gestalten. Denn es ist wichtig, zu zeigen, dass Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung auch in diesem Bereich selbstverständlich möglich sein kann“, erläuterte Bürgermeister Christian Mandt.
Konkret werden die Rahmenbedingungen geschaffen, um öffentliche Fitnessstudios besuchen zu können. Zwar bieten die Bonner Werkstätten auch an ihren eigenen Standorten ein breites Sportangebot für ihre Beschäftigten – mit diesem Projekt wollen die Verantwortlichen aber ganz gezielt nach außen gehen, mitten in die Gesellschaft. Die Initiative für die Zusammenarbeit mit einem Fitnessstudio in Bornheim ging von der Sportlehrerin Agnieszka Trier aus, die die Teilnehmenden auch bei der Vorbereitung sowie bei den Besuchen im Fitnessstudio begleitet. „Sichtbarkeit in allen Bereichen des Lebens ist ein wichtiger Baustein für gelingende Inklusion“, erläuterte der Leiter des Werkes Bornheim-Hersel, Jochen Flink. „Wir sind der Stadt Bornheim deshalb sehr dankbar für die Unterstützung.“
In einem ersten Schritt konnten die Bonner Werkstätten am Standort Hersel dank der städtischen Förderung Fitnessgeräte anschaffen, um in einem geschützten Raum und unter Anleitung einer Fachkraft den Umgang mit den Geräten kennenzulernen und das nötige Selbstvertrauen zum Besuch eines allgemein zugänglichen Fitnessstudios zu erwerben. Im nächsten Schritt werden Werkstattmitarbeitende dann zum Trainieren in das Studio gehen. Bei der Übergabe der Geräte wurde deutlich, dass die Vorfreude auf das Projekt bei allen Beteiligten groß ist. In den Bonner Werkstätten arbeiten an den drei Standorten in Hersel, Bonn-Beuel und Meckenheim rund 1100 Menschen mit Beeinträchtigung.


