Öffnung der Bonner Werkstätten  erfolgt bisher reibungslos.

Rückkehr der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die WfBM erfolgt nach und nach.

Rückkehr der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die WfBM erfolgt nach und nach.

Bereits seit dem 13. Mai können nach dem Ende des Betretungsverbotes für Werkstätte für Menschen mit Behinderung einige Beschäftigte der Bonner Werkstätten wieder zur Arbeit kommen. Derzeit sind es 200 von rund 1100 Menschen mit Beeinträchtigung, die sonst an den Standorten in Beuel, Dransdorf, Bornheim und Meckenheim arbeiten.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Beschäftigten wieder da sind. Sie haben uns wirklich gefehlt.“, so Geschäftsführer Andreas Heß. „Trotzdem ist es mit rund 18% nur ein sehr wenige, die wir bisher begrüßen konnten. Zum einen ermöglichen uns die Abstandsvorgaben generell erst einmal nur die Beschäftigung von rund 50% unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch testen, ob unsere Sicherheitsmaßnahmen funktionieren und von den Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen verstanden und umgesetzt werden können. Deshalb starten wir sehr langsam mit der Öffnung. Erst wenn die eine Gruppe der „Neuankömmlinge“  sich an die Abstands- und Hygieneregelungen gewöhnt hat und sie einhalten kann, lassen wir eine Gruppe mit weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu uns in die Werke. Die lernen die Regelungen dann nicht nur von den Gruppenleitungen, sondern auch durch das Vorbild derer, die schon ein paar Tage länger da sind.“ Bisher klappt das ganz gut. Alle freuen sich, wieder da zu sein und folgen den eingeführten Wegeregelungen mit Einbahnstraßen und Abstandsvorgaben und denken an das regelmäßige Händewaschen beziehungsweise die Desinfektion der Hände. Auch wenn immer mal wieder an die Regeln erinnert werden muss – die viele Planung und Vorbereitung vor der Öffnung mache sich bezahlt.

Lediglich die räumlichen Kapazitäten stellten eine Herausforderung dar, meint der Geschäftsführer. So müsse beispielsweise die Näherei am Standort Beuel in den Pausen auf die Turnhalle ausweichen, da im Arbeitsbereich selbst nicht ausreichend Tische genug Abstand zur Verfügung stehen. „Überall sind die Betreuerinnen und Betreuer aktuell stark gefordert, um für die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ihre eigene zu sorgen. Besonders hoch sind derzeit jedoch die Anforderungen an die Betreuerinnen und Betreuer in den Arbeitsbereichen für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf.“, so Andreas Heß. „Viele der Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf können die Regeln nicht einhalten. Einfach weil sie die Regeln und generell die Situation nicht verstehen. Da müssen die Gruppenleitungen schon gut aufpassen und notfalls eingreifen. Auch gibt es Situationen, in denen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können – während des Pflegens oder beim Anreichen von Essen beispielsweise. Hier kommen dann zusätzlich zu den Mundschutzen noch Gesichtsvisiere zum Einsatz. Wir merken aber auch, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen hohen Gesprächsbedarf haben und die neue Situation bei Weitem noch nicht verarbeiten konnten. Soweit möglich gehen wir darauf natürlich ein.“

Für die nächsten Wochen ist eine weitere Öffnung der Bonner Werkstätten geplant: „Dabei gehen wir aber mit Augenmaß vor. Die Sicherheit aller unserer Kolleginnen und Kollegen mit und ohne Beeinträchtigung hat dabei Vorrang.“, so Heß. „Auch sind unsere Kapazitäten begrenzt. Es kann sein, dass in manchen Arbeitsbereichen oder an manchen Standorten demnächst in  wechselndem Betrieb gearbeitet werden muss. Das liegt am Abstandsgebot, wodurch wir nur rund 50 % unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichzeitig in die Werkstatt lassen können.“

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